Diesseits

HÉCTOR SOLARI / IRENE PÄTZUG / VALENTIN HARTWECK

DIESSEITS

http://vimeo.com/54757003

KINETISCHE VIDEOINSTALLATION
Konzept | Video | Sound Héctor Solari
Rauminstallation Valentin Hertweck und Irene Pätzug
Dramaturgische Begleitung | Anna Bründl

Eine bewegliche, große Wand, die im Raum eine gewisse Route durchläuft und eigene Bewegung ausführt. Mal beugt sich die Wand, mal hebt sie sich, dann geht sie wieder hinunter. Gleichzeitig wird diese sich bewegende Wand, der Boden und alle vier Wände des Dalcrozesaals mit Videobildern bestrahlt.
Videos, die den Zustand von Héctor Solari beschreiben, als er 1987, zwei Jahre nach dem Zusammenbruch der Diktatur in seinem Heimatland Uruguay, nach Europa auswanderte. Die Videos zeigen ein Durcheinander der Sinne, eine Überforderung durch zu viele Möglichkeiten, ein Gefühl der Orientierungslosigkeit und versetzen den Betrachter in einen Zustand der Instabilität. Die Fülle an Auswahlmöglichkeiten, der Zwang sich ständig entscheiden zu müssen, seine eigenen Kriterien permanent in Frage zu stellen und sich immer wieder neu positionieren zu müssen, haben den südamerikanischen Künstler Héctor Solari bei seiner Ankunft in Europa überfordert und irritiert. Inspiriert durch die eigene Biografie muss sich jeder Akteur in Diesseits ständig neu definieren. Der Raum, das Video und die Soundcollage aus Alltagsgeräuschen ergeben eine Situation, die den Zuschauer zwingt, sich selbst zu bewegen, um die eigene Position und Orientierung im Raum wiederzuerlangen. Programmatisch ist der Titel Diesseits auf zwei Ebenen zu verstehen. Zum einen passiert alles Diesseits, also hier und jetzt. Anderseits spielt der Titel auf all jene Konzepte an, die immer vom Jenseits sprechen, über die Wahrheit oder die Realität, die hinter unserer Realität, hinter dem Sichtbaren steht. Doch Héctor Solari sagt: „Es ist, was es ist und nicht mehr.“
Nach erfolgreichen Kollaborationen mit den Choreografinnen Avatâra Ayuso und Irene Schröder ist dies die erste Zusammenarbeit von Héctor Solari mit den Bildenden Künstlern Irene Pätzug und Valentin Hertweck aus Berlin. „Oft versteht man Rauminstallation als eine Installation im Raum. Aber Irene Pätzug und Valentin Hertweck arbeiten auf eine Art und Weise, durch die der Raum neu zu erkennen ist; und mit Objekten, die sich im Raum bewegen und so den Raum an sich in eine neue Dimension überführen.“ sagt Héctor Solari.

Aufgeführt in Hellerau-Europäisches Zentrum der Künste Dresden am Dienstag 06.11. bis zum Samstag 10.11.2012  im Dalcrozesaal

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